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Text: Christoph Peters  

Christoph Peters, Jahrgang 1986, studierte in Berlin "Veranstaltungstechnik und –management" und arbeitet als Ingenieur in diesem Bereich. Seit seiner Jugend engagiert er sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit. Filmproduktionen sind mittlerweile vom einfachen Interesse zur intensiven Freizeitaktivität geworden. Er lebt in Freiburg.

 
   
 

 

 

 

„Sie haben zusammen mit anderen den Film "Upstairs" beim Wettbewerb 1:31 Glaube, Liebe, Hoffnung eingereicht. Welche Geschichte erzählt Ihr Film und warum haben Sie am Wettbewerb teilgenommen? Und generell: Wie erleben Sie Kirche auf youTube und was kann Kirche dort besser machen?“

Unser Film „upstairs“ zeigt die Geschichte eines Flüchtlings, der zur Flucht aus seiner Heimat gezwungen ist. Obwohl ihm das Risiko seines Vorhabens durchaus bewusst ist, hat er keine andere Wahl. Die wichtigsten Dinge seines bisherigen Lebens in wenige Taschen gepackt, treibt ihn die Hoffnung auf eine bessere und sicherere Welt voran. Doch die Hindernisse und Entbehrungen die dieser Weg mit sich bringt sind größer als erwartet: Sein Geld gibt er einem zwielichtigen Schleuser in dem Vertrauen, dass dieser ihn über eine Grenze bringt. Zusammengepfercht mit anderen Fliehenden verbringt er Stunden der Angst, in denen ihm nur noch Hoffnung und Glaube auf eine aussichtsreichere Zukunft bleiben. Mit Glück entkommt er einer paramilitärischen Einheit. Mit kaum mehr als einem Bündel Kleider schafft er den Weg nach „oben“. Doch der Preis dafür ist hoch. Mit Ignoranz gestraft und im Glauben es geschafft zu haben wird ihm die neu gewonnene Freiheit ehe er es sich versieht wieder genommen.

Die Zeitvorgabe 3:31 und unsere Idee diese Geschichte an einem Stück und ohne Schnitt zu erzählen brachten uns dazu die Handlung in einem Treppenhaus zu verlegen. Flucht und Migration verdichtet zu einer Bewegung in einem Haus. Die ununterbrochene Sequenz beginnt im Keller, der die unausweichliche Situation vieler Flüchtlinge symbolisieren soll. Vom Keller aus gibt es nur einen Weg: den (Treppen-)Aufstieg in die oberste Etage, der vermeintlich besseren Welt.

Der Filmwettbewerb mit dem Thema „1:31 - Glaube, Liebe, Hoffnung“ inspirierte uns, das Schicksal vieler Flüchtlinge dieser Tage in einem Kurzfilm aufzuarbeiten. Menschen, die alles aufgeben und sich auf eine lebensgefährliche Reise begeben und für deren Schicksal in unserem Land oft nicht mehr als ein abschätziger Blick übrigbleibt. Die Chance solcher Kurzfilme, die besonders durch eine interessante und außergewöhnliche Inszenierung der Inhalte herausstechen, besteht vor allem darin ein junges Publikum mit wichtigen sozialen und ethischen Themen zu erreichen, für die diese Begriffe oft nicht mehr im Zentrum ihrer Wahrnehmung stehen. Das Internet bietet dabei die Möglichkeit eine breite Masse anzusprechen. Ein gut gemachter Kurzfilm animiert, sich gedanklich mit dem Thema auseinanderzusetzen, weil er aus dem Grundrauschen der medialen Flut – zumindest kurz –  herauszustechen vermag. Dann ist auch der nächste Schritt, darüber zu sprechen und weiterzusagen nicht weit.

Leider findet das in unserer Wahrnehmung viel zu selten statt. Videos auf kirchlichen Youtube-Kanälen sind selten einfallsreich inszeniert und haben oft nur wenige hundert oder tausend Aufrufe, obwohl die Inhalte aktuell und wichtig sind.

Doch Abseits der puren Information kann man auch christlich religiöse und soziale Themen aufregend und neu gestalten. Dass es anders geht, zeigt das Musikvideo dass wir 2013 (eigentlich nur aus Spaß) für die 72-Stunden-Aktion des BDKJ gedreht haben: Der Sozialaktion-Style. Mit neuem Text und neuen Bildern eine Parodie auf den weltweit bekannten Gangnam Style. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete es sich viral via Facebook und Twitter, hatte mehrere zehntausend Klicks und bekam Aufmerksamkeit in der Presse.

In unseren Augen braucht es gute Ideen die gut umgesetzt werden und dabei auch in einem guten Kontext stehen. Das macht Arbeit und kostet Geld, ist es aber vielleicht auch Wert.

„upstairs“ Ein Film von Christoph Peters, Patricia Wunsch, Dorothee Maier und Jakob Piribauer:

 

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