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Text: Mickey Wiese  

Mickey Wiese ist 55 Jahre alt, verheiratet, Vater von drei Söhnen und arbeitet als Event-Pastor und Lifecoach. Er ernährt seine Seele mit Freude und Freundschaft, Musik von Jazz über Metal bis hin zu House und Transient, moderner Kunst (von Ballett [William Forsythe] bis abstrakter Glasmalerei [Johannes Schreiter]) und den Skurrilitäten des Lebens. Seine Lieblingsbücher sind die Bibel, die Borowski-Trilogie von Robert Ludlum, die Magnificatauslegung von Martin Luther, Frankfurt-Krimis, die Oekumenische Dogmatik von Edmund Schlink, Nestor Burma Abenteuer von Leo Malet, Gedichtbände von Rose Ausländer und Perry Rhodan Romane. Mehr auf seiner Homepage www.mickeywiese.de

 
   
 

 

 

 

„Herr Wiese, Sie nennen sich selbst Event-Pastor und Lifecoach und haben einen eigenen YouTube-Channel. Warum senden Sie Ihre Botschaften über diesen Weg und nicht z.B. via Blog oder Twitter? Was macht YouTube, bzw. bewegte Bilder für Sie aus? Und wie könnte Ihrer Meinung nach Kirche wohl einen Channel sinnvoll nutzen?“

Den Begriff Event-Pastor habe ich erfunden, um anzudeuten, dass ich ein Pastor ohne Standortgemeinde bin. Ich gehe überall da hin, wo Menschen sich eine pastorale Begleitung wünschen. Sehr schnell hat mich das natürlich in die virtuelle Welt geführt. Angefangen hat das alles bei mir mit Facebook. Seit ich dort angemeldet war, habe ich damit angefangen froh machende Botschaften zu posten, was Evangelium ja übersetzt bedeutet. Ich bekam Kontakt zu vielen Christen, die weit verstreut lebten, so dass ich sie auf keinen Fall zu einem Gottesdienst in einer Gemeinde einladen konnte, in der ich leibhaftig predigte. Das waren oft Menschen, die in Gegenden wohnten, wo sie keine Gelegenheit hatten in eine Gemeinde zu gehen, die ihnen die Nahrung anbieten konnte, die sie brauchten. Ich hab dann immer wieder schriftliche Gedanken via Facebook, aber auch in einem Blog und über Twitter verbreitet. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass vor allem Jugendliche, zu denen ich mich geistlich gerufen fühle, nicht mehr wirklich lesen, dafür aber lieber gerne mal kurze Clips schauen. Das war der Punkt, an dem ich Youtube für mich entdeckt habe. Ich möchte einfach jede Gelegenheit nutzen, um sinnstiftende Botschaften zu verbreiten. Und Jugendliche bewegen sich in den sozialen Netzwerken, wie in ihrem Kinderzimmer, das ist ihre Welt. Und wenn wir es schaffen, dass wir mit sinnstiftenden Botschaften genau so verbreitet werden, wie irgendwelche Let's Player oder Kosmetikratgeber oder was auch immer, dann schauen das auch immer mehr Jugendliche, die man ansonsten nie in einer Kirche sehen würde und sie auch nicht hineinbekommen würde. Bisher bin ich damit allerdings erst am Anfang. Wenige meiner Videos haben es über die Tausendergrenze geschafft und dümpeln ungesehen bei ein paar Hundert herum. Wenn man Youtube einsteigen will, dann muss man auch die Verteilungsstrukturen und Verbreitungsmechanismen verstehen. Das muss man sich professionell zunutze machen. Kirche kann sich nicht mehr darauf ausruhen an ihren jahrhundertealten angestammten Plätzen zu bleiben sondern muss raus an die Hecken und Zäune gehen und die sind nun mal unter anderem auch im weltweiten Netz zu finden. Bei allem Neuen, bei allem Lebendigen geht es darum die Welt zu umarmen, nicht sie auszugrenzen. Deswegen bin ich auch sehr froh, dass ich bei einem sehr spannenden Projekt mitmachen darf, nämlich www.sublan.tv, interaktive Gottesdienste im Netz, die dann später auch auf Youtube gestellt werden, um sie noch einmal genießen zu können. Diese Arbeit, dieser Channel, stimmt mich hoffnungsvoll, dass wir noch viele der von Kirchen vor Ort eher abgeschreckten Menschen mit dem positiven Schatz der Kirche überraschen können.

 

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