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Text: Prof. Jürg Häusermann
 

Jürg Häusermann, Jahrgang 1951, ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Er hat als Radiojournalist gearbeitet und Medienleute für Print, Radio und Fernsehen ausgebildet. Zu seinen Publikationen gehören Lehrbücher wie "Rhetorik für Radio und Fernsehen" (mit Heiner Käppeli) und "Journalistisches Texten".


 
   
 

 

 

 

„Herr Prof. Dr. Häusermann, Sie sind Medienwissenschaftler, haben Journalisten bei Radio und Fernsehen DRS in der Aus- und Fortbildung begleitet und analysierten "Charisma in den modernen Medien":“

 

Gibt es eine Art Verhaltenskodex für Radiomacher und –moderatoren?
Nein. Einen besonderen Verhaltenskodex für Radiomacher und Radiomoderatoren braucht es nicht. Wie bei jeder Art des öffentlichen Redens reicht das Verantwortungsbewusstsein, das sich aus dem Privileg ergibt, zum Publikum sprechen zu dürfen.

Wer sich dieses Privilegs bewusst ist, wird seine Themen und seine Worte so wählen, dass er für Information und Unterhaltung ein Optimum an Sorgfalt und Relevanz aufwendet.

Das Gegenteil dieses verantwortungsbewussten Radiomachens wäre: ein Wiederkäuen ewig gleicher Nachrichten, die Beschränkung auf das Populäre und allgemein Akzeptierte, kurz: eine Verschwendung von Ressourcen.

Was würden Sie ihnen ans Herz legen, um erfolgreich Hörfunk zu machen, die Hörer zu fesseln und zu begeistern?
Das Radio kann die Hörerin oder den Hörer unmittelbar ansprechen – nur über die Stimme, über eine Harmonie, ein Geräusch. Zwar ist das reine Zuhören ohne gleichzeitige visuelle Information, ohne Ablenkung durch andere Tätigkeiten, zur Ausnahme geworden. Doch die Momente, in denen die Hörerin alles stehen und liegen lässt, weil etwas oder jemand sie anspricht, sind umso wertvoller. Es ist ein wunderbares Ziel, solche Momente zu schaffen.

Und was kann Ihrer Meinung nach Radio, was andere Medien nicht können?"
Radio ist einfach: Einer allein kann mit minimalen technischen Mitteln eindrückliche Features produzieren, für die das Fernsehen ein Vielfaches an Produktionszeit und Personal braucht.

Radio ist schnell: Für eine aktuelle Live-Schaltung braucht es nur ein Telefon und jemanden, der das, was er sieht, in Sprache fassen kann. Radio kommt ohne Schrift aus: Für viele Länder dieser Erde ist das Radio das Medium, das alle anspricht und das allen ungeachtet ihrer Bildung Partizipation ermöglicht.

 

 

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