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Text: Brigitte Haertel

 

Brigitte Haertel hat Germanistik und Geschichte in Düsseldorf studiert. Nach dem Studium stieg sie beim Düsseldorfer Stadtmagazin "Überblick" (1986) als Chefredakteurin ein. Sei den Neunziger Jahren ist sie mit dem Verlag Inhouse Printmedien spezialisiert auf Corporate Publishing. Nebenher arbeitet Brigitte Haertel als freie Autorin für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, so zum Beispiel für die Süddeutsche Zeitung und das Berliner Magazin.

 
   

Theo

 

 

 

 

„Frau, Haertel, warum haben Sie das Magazin theo gegründet? “

Wir machen seit vielen Jahren Zeitschriften für Unternehmen und Kultureinrichtungen, und diese werden und wurden allesamt mit Preisen ausgezeichnet. Da dachte ich: irgendetwas machen wir richtig, warum sollen wir es nicht einmal mit einem katholischen Magazin versuchen? Hinzu kam, dass ich persönlich viele Jahre von meinem Glauben, sagen wir, keinen wirklichen Gebrauch gemacht hatte, und durch ein persönliches Erlebnis zu meinen christlichen Wurzeln zurückfand. Im Übereifer und in der Freude der "Heimkehr" habe ich dann einfach mal losgelegt, habe theo von Anfang an eher als ein journalistisches, als ein theologisches Magazin gesehen.

Wie viele Abonnenten und Leser hat theo und wer sind Ihre Leser?

Alles in allem hat theo etwa 4.000 zahlende Abonnenten, ca. tausend Hefte geben wir frei ab. Die Leser splitten sich ziemlich genau auf in Männer und Frauen (jeweils 50%), es sind überwiegend Akademiker aus dem katholischen Milieu, aber es werden auch mehr und mehr kirchenferne Menschen theo-Leser. Wir versuchen, über die sozialen Netzwerke an diese Zielgruppe heranzukommen. Leider fehlt uns für gezielte Marketingaktionen, die die Auflage steigern könnten das Geld, wir arbeiten ja gänzlich ohne kirchliche Mittel.

Wie ist die Resonanz Ihrer Leser?

Wir haben wunderbare Resonanz und sehr viel "Goodwill" von unseren Lesern. Sie mögen theo genau so, wie es ist. Das ist für uns der größte Ansporn. Ganz selten kommt mal Kritik. Lustigerweise weniger von Lesern, sondern eher von Kirchenleuten, die theo zu "anspruchsvoll" finden. Aber wie gesagt, das ist sehr selten der Fall!

Gibt es Stimmen der offiziellen Kirche zu theo?

Es gibt sehr viel Wohlwollen, einige Bischöfe setzen sich ausdrücklich für die Verbreitung ein, so zum Beispiel der gerade ins Bistum Dresden gewechselte Bischof Dr. Heiner Koch. Auch Kardinal Wölki in Berlin ist theo gegenüber sehr positiv eingestellt. Aber es gibt natürlich auch Bischöfe, die theo gar nicht zur Kenntnis nehmen.

Wie beurteilen Sie die offizielle Bistumspresse?

Da gibt es gewaltige Unterschiede: Aber viele Kirchenzeitungen schreiben an den Fragen der Menschen vorbei und haben es deswegen so schwer, überhaupt noch Auflagen zu halten. Sie sind meines Erachtens zu absenderorientiert. Papst Franziskus hat gerade einen Appell an Priester und Bischöfe gerichtet, sich nicht so viel mit sich selbst, sondern mit den Menschen in der Kirche zu beschäftigen.

 

 

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