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Text: Jona Hölderle  

Jona Hölderle wurde eingeschult im Jahr, als das World Wide Web erfunden wurde, wohnt in Berlin, ist Verwaltungswissenschaftler und Naturschützer. Weil er Organisationen mag, will er sie gestalten und verändern. Dies tut er mit Schwerpunkt auf Beratung in den Bereichen Social Media und Online-Fundraising mit seiner Firma Pluralog (www.pluralog.de). Die große Fragen dahinter: Wie ist es möglich die Aktivitäten der Zivilgesellschaft mit den neuen, sozialen Medien zu verknüpfen?

 
   

 

 

 

„Welchen Stellenwert haben Social Media-Kanäle heutzutage? Wie sind Ihre Erfahrungen mit Ihrem Blog?“

Social Media bedeutet Kommunikation und Gemeinschaft. Zeitungen und Zeitschriften stellen redaktionell aufbereitete Informationen zur Verfügung, ohne dass die Leser direkt reagieren können. Auch die ersten Homepages waren ein Abbild unserer gewohnten Medien. Social Media ermöglicht hingegen den gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen.

Im Privaten ist diese Form der Kommunikation für viele Menschen schon selbstverständlich. Alleine in Deutschland nutzen 25 Millionen Menschen das meist verbreitete soziale Netzwerk Facebook. Das sind bei weitem nicht nur junge Menschen. Zwar werden soziale Medien vor allem von Menschen unter 35 genutzt, aber es gibt immer noch allein 1,5 Millionen Menschen über 60 Jahr auf Facebook.

In diesen Netzwerken werden Freundeskreise abgebildet, die zu großen Teilen auch außerhalb des Internets bestehen. Und die Nutzer teilen etwas aus ihrem Leben. Sie teilen sich mit, teilweise über Banalitäten, teilweise in tiefen Diskussionen, aber immer mit einem Bezug zu ihrem eigenen Leben. Soziale Medien sind deshalb keine Parallelgesellschaft sondern normaler Bestandteil des Lebens vieler Menschen.

Aber soziale Medien werden nicht nur von Freundeskreisen genutzt. Durch die offene Struktur bieten sich auch Möglichkeiten für andere Gemeinschaften. Überall dort wo Gruppen mit gemeinsamen Interessen existieren kann Gemeinschaft erzeugt oder gestärkt werden. Dies gilt für den Bowlingverein ebenso wie für religiöse Gemeinschaften oder gemeinnützige Organisationen.

Aus diesem Grund ist der Stellenwert von Social Media-Kanälen höher als es Berichte über Facebook-Partys oder twitternde Politiker erahnen lässt. Soziale Medien bieten die Möglichkeit Gemeinschaft abzubilden und zu stärken. Was mehr können wir uns als gemeinwohlorientierte Menschen und Organisationen für diese Gesellschaft wünschen. Soziale Medien sind die Kommunikationsform der Zukunft. Die Zukunft hat bereits begonnen.

Ich blogge zur Zeit unter www.pluralog.de (Social Media) und www.sozialmarketing.de (Teamblog zum Thema Fundraising). Für mich sind Blogs die ideale Basis für die Social Media-Kommunikation. Blogs stehen für die einfache Veröffentlichung neuer Beiträge auf der eigenen Website, welche nachher einfach kommentiert und verlinkt werden können.

Blogs sind in der Regel persönlicher geschrieben als normale Websites und können anschließend kommentiert werden. Die Blogbeiträge verbreite ich anschließend über soziale Medien wie Twitter, Facebook, Google+ und Xing. Während hier zwar die erste Aufmerksamkeit generiert wird und auch das erste direkte Feedback erscheint, verschwindet das Thema recht schnell aus der Zeitleiste der Social Media-Nutzer.

Im Blog aber bleiben Inhalte und Diskussionen lange stehen und sind auch für Suchmaschinen und spätere Recherchen leicht auffindbar. Zudem gibt keines der sozialen Netzwerke so viele und einfache Möglichkeiten Themen und Gedankengänge in ihrer vollen Länge auszubreiten.

Und einen weiteren Vorteil hat ein Blog: Der Blog gehört mir! Hier bin ich nicht abhängig von einem unpersönlichen Anbieter der sein Netzwerk jederzeit ändern kann. Ich bin mit ein bisschen technischem Wissen im Besitz und der vollen Kontrolle meiner Daten.

 

nach obeN

     
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