Startseite Ausgabe 11 | glaubwürdig/skandalös - Krisenkommunikation als Chance für neue Anfänge.
   
 
Text: Martin Dreyer
 

Martin Dreyer, Jahrgang 65,
ist seit 2008 Diplompädagoge und Gründer der christlichen Jugendbewegung "Jesusfreaks". Er veröffentlichte als Autor zwei Bücher unter den Namen "Die Volxbibel" und "Jesus rockt".

 
   

 

 

 

„Herr Dreyer, als Gründer der ‚Jesus Freaks' und medienbekannter Blogger sind Sie viel im Netz unterwegs und verbreiten Ihren Glauben im Web 2.0. Wie wichtig ist ein moderner Internetauftritt für die Kirche von heute und inwiefern kann dieser zu einer gefestigten christlichen Gemeinde weltweit beitragen?“

Jesu "Job Description" für seine Schüler, wie sie nach Pfingsten die christliche Kirche gründen sollten, spricht für mich eine eindeutige Sprache. Sein Auftrag lautet (in Matthäus 28, Vers 19+20):
"Gehet hin in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Völkern!"

Wenn Jesus hier von "alle Welt" spricht, denken viele an Afrika, Indien und den brasilianischen Urwald. Ich denke dabei an das Internet. Viele Soziologen sehen mittlerweile auch hier eine eigene "Welt", sogar ein eigenes "Universum".

Darum sollten auch die Christen dort "hingehen" und das "Evangelium verkünden". Neben dem missionarischen Aspekt bietet das Internet aber noch sehr viel mehr. Wir sind erst durch das Netz in der Lage dezentrale Gottesdienste durchzuführen, an denen Millionen Menschen auf der ganzen Welt gleichzeitig teilnehmen können. Christen können jetzt auch unabhängig von Raum und Zeit sich ihre geistliche Nahrung über das Internet besorgen, in dem sie sich Onlinepredigten "runterziehen".

Mit den Jesusfreaks bekamen wir bereits 1998 den Webfish-Award der EKD für unser "Online Bekehrungszimmer", wo im Laufe der Jahre aus manchem Heide ein Christ geworden ist. Erst neulich habe ich einen davon auf einer Veranstaltung getroffen.

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