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  Startseite Ausgabe 04 | Erreicht/Unerreicht – Welche Zielgruppen spricht Kirche heute noch an?
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Text: Antje Hundhausen  
Antje Hundhausen, Dipl. Betriebswirtin, ist seit 2000 Leiterin Marketingkommunikation im Headquarter der Deutschen Telekom AG verantwortlich für die Marketingstrategie, Konzernwerbung, Mediaplanung und- einkauf, Sponsoring, Messen und Marktforschung.  
   

 

 

 

„Wie sieht aus Ihrer professionellen Sicht zielgruppengerechte Kommunikation aus?“

Konsumenten verbinden mit erfolgreichen Marken unverwechselbare, positive Eigenschaften, die für den Einzelnen von Relevanz sind und ein nachhaltiges Vertrauen in den Wert und die Qualität des Unternehmens und seiner Produkte aufbauen.

Zielgruppengerechte Kommunikation setzt umfassendes Wissen über Konsumenten, seine Vorlieben und Gewohnheiten voraus. Falsche Zielgruppenbestimmungen führen zu Streu- und Effizienzverlusten. Je genauer man die Vorlieben der Konsumenten erfassen will, desto klarer wird, dass die Kenntnis über die soziodemografischen Merkmale nicht mehr ausreicht. Psychografische Merkmale wie Lebenswelten und Lebensstile geben einen noch tieferen Einblick in die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden.

Marken, die verstärkt gesellschaftliche Verantwortung übernehmen wie Konzerne, Nonprofit-Organisationen und auch die Kirche kommen durch die zusätzliche Kenntnis von Lebenszyklen der Zielgruppen zu einer noch wirksameren Kommunikation an den relevanten Kundenkontaktpunkten.

Private und berufliche Veränderungen treiben bei Menschen oft das Bedürfnis nach Hilfe und Orientierung. Beispiele relevanter Momente in Lebenszyklen: Umzug in eine neue Stadt. Krankheit, Einschulung, Pubertät, Studienanfang etc. Durch ihre sozialen Engagements können solche Unternehmen/Institutionen glaubhaft vermitteln, dass sie Verantwortung im Leben der Kunden übernehmen wollen.

Insbesondere die Kirche kann solche relevanten Momente noch wesentlich stärker im Rahmen der kommunikativen Ansprache ihrer Zielgruppen nutzen. Dabei könnte sie in der steigenden globalen Komplexität relevante Ankerpunkte für die jeweilige Zielgruppe schaffen. Mit der Zeit gehen, den Trends der Zeit zu folgen, wie zum Beispiel das Internet, Web.2.0, nutzen, vertrauensbildende Kundenbindungsprogramme über Interessengemeinschaften, so genannte Communities, aufbauen, gleichzeitig die Traditionen und das Wertegerüst der christlichen Kirche attraktiv vermitteln. Letztlich eine Art Kundennähe schaffen, die dem Gläubigen eine Orientierung gibt und eine emotionale Heimat bietet.

Die zentrale Herausforderung besteht darin, dem Kunden und Gläubigen glaubhaft zu vermitteln, dass man sein Leben und seine Bedürfnisse verstanden hat, ihm einen Mehrwert liefert und sich um sein Anliegen kümmert und das Versprechen „Gibt mir das Gefühl in guten Händen zu sein“ glaubwürdig einhält.

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