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| Text: Antje Hundhausen |
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| Antje Hundhausen,
Dipl. Betriebswirtin, ist seit 2000 Leiterin Marketingkommunikation
im Headquarter der Deutschen Telekom AG verantwortlich für
die Marketingstrategie, Konzernwerbung, Mediaplanung und- einkauf,
Sponsoring, Messen und Marktforschung. |
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„Wie sieht aus Ihrer professionellen
Sicht zielgruppengerechte Kommunikation aus?“
Konsumenten verbinden mit erfolgreichen Marken
unverwechselbare, positive Eigenschaften, die für den Einzelnen
von Relevanz sind und ein nachhaltiges Vertrauen in den Wert und
die Qualität des Unternehmens und seiner Produkte aufbauen.
Zielgruppengerechte Kommunikation setzt umfassendes
Wissen über Konsumenten, seine Vorlieben und Gewohnheiten voraus.
Falsche Zielgruppenbestimmungen führen zu Streu- und Effizienzverlusten.
Je genauer man die Vorlieben der Konsumenten erfassen will, desto
klarer wird, dass die Kenntnis über die soziodemografischen
Merkmale nicht mehr ausreicht. Psychografische Merkmale wie Lebenswelten
und Lebensstile geben einen noch tieferen Einblick in die tatsächlichen
Bedürfnisse der Kunden.
Marken, die verstärkt gesellschaftliche
Verantwortung übernehmen wie Konzerne, Nonprofit-Organisationen
und auch die Kirche kommen durch die zusätzliche Kenntnis von
Lebenszyklen der Zielgruppen zu einer noch wirksameren Kommunikation
an den relevanten Kundenkontaktpunkten.
Private und berufliche Veränderungen
treiben bei Menschen oft das Bedürfnis nach Hilfe und Orientierung.
Beispiele relevanter Momente in Lebenszyklen: Umzug in eine neue
Stadt. Krankheit, Einschulung, Pubertät, Studienanfang etc.
Durch ihre sozialen Engagements können solche Unternehmen/Institutionen
glaubhaft vermitteln, dass sie Verantwortung im Leben der Kunden
übernehmen wollen.
Insbesondere die Kirche kann solche relevanten
Momente noch wesentlich stärker im Rahmen der kommunikativen
Ansprache ihrer Zielgruppen nutzen. Dabei könnte sie in der
steigenden globalen Komplexität relevante Ankerpunkte für
die jeweilige Zielgruppe schaffen. Mit der Zeit gehen, den Trends
der Zeit zu folgen, wie zum Beispiel das Internet, Web.2.0, nutzen,
vertrauensbildende Kundenbindungsprogramme über Interessengemeinschaften,
so genannte Communities, aufbauen, gleichzeitig die Traditionen
und das Wertegerüst der christlichen Kirche attraktiv vermitteln.
Letztlich eine Art Kundennähe schaffen, die dem Gläubigen
eine Orientierung gibt und eine emotionale Heimat bietet.
Die zentrale Herausforderung besteht darin,
dem Kunden und Gläubigen glaubhaft zu vermitteln, dass man
sein Leben und seine Bedürfnisse verstanden hat, ihm einen
Mehrwert liefert und sich um sein Anliegen kümmert und das
Versprechen „Gibt mir das Gefühl in guten Händen
zu sein“ glaubwürdig einhält.
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