Startseite Ausgabe 03 | Bekannt/Unbekannt – Was kann Kirche von moderner Markenführung lernen?
   
 
Text: Carsten Oberhagemann
 
Carsten Oberhagemann ist freier Journalist und seit mehreren Jahren Pressesprecher des Deutschland-Achters, der in diesem Jahr in Eton Weltmeister wurde.
 
   

 

 

 

„Wie betreiben Sie für den Deutschland-Achter Markenführung und warum ist sie aus Ihrer Sicht so wichtig?“

Im Zuge der zunehmenden Professionalisierung und Kommerzialisierung gehört Markenführung heute zu den wichtigsten Aufgaben von Personen, Vereinen und Verbänden des Sports. Auch für den Deutschland-Achter, das nationale Ruder-Flaggschiff, gilt dies uneingeschränkt. Heute geht vor allem darum, die Existenz und sportliche Wettbewerbsfähigkeit durch Markenführung nachhaltig zu sichern, indem unabhängig vom sportlichen Erfolg monetäre und nicht-monetäre Zuwendungen realisiert werden.

Dabei gehört der Deutschland-Achter bereits seit über 40 Jahren zu den stärksten Marken im Bereich des Sports und gilt heute mit knapp 70% ungestützter Markenbekanntheit als die deutsche Marke aller olympischer Disziplinen. Die starke Marke Deutschland-Achter hat sich als mehrfacher Olympiasieger, Weltmeister und Weltcupsieger unabhängig von bestimmten Personen als 'Flaggschiff der Nation'; in den Köpfen der Deutschen Bevölkerung und darüber hinaus als deutsches Aushängeschild mit internationaler Bedeutung etabliert. Die heutige Stellung konnten wir durch konsequente, kontinuierliche, stets konsistente und auf der Markenidentität basierende Markenführung erreichen.

Für die (zunächst ungeplante) Erstpositionierung der Marke Deutschland-Achter waren zunächst die sportlichen Erfolge und somit eine überragende Produktqualität von Bedeutung. Das Streben nach sportlichem Erfolg bestimmt zwar weiterhin dauerhaft unser Handeln, doch sportliche Erfolge allein waren und sind nicht ausreichend, um die vorhandene Markenstärke zu erreichen und weiter zu sichern.

Vielmehr orientieren wir uns bei all unseren Bemühungen darum, die fest verankerten Werte und somit unsere Markenidentität zu wahren. Wir berücksichtigen daher unsere Markenherkunft als olympische Kerndisziplin, das heißt: Wir bekennen uns zu Sportlichkeit, Fairness und sozialer Verantwortung. Bei der Zusammensetzung des Teams, bei dessen Auftritt während und außerhalb von Wettbewerben sowie bei der Zusammenarbeit mit Markenpartnern achten wir stets darauf, dass sich das Handeln aller Markenbotschafter an unseren Werten ausrichtet: Wir sind teamorientiert, fleißig, koordinativ, traditionell, natürlich, dynamisch, kraftvoll und kämpferisch.

Aufbauend auf dieser Markenidentität haben wir unsere bereits bekannte Wortmarke kürzlich um ein Markenlogo erweitert, das in allen Kommunikationsmitteln eingesetzt wird und sich in kurzer Zeit bereits etabliert hat. Um die Position als eine der stärksten Marken im Sport weiter zu festigen, werden wir auch in den nächsten Jahren identitätsorientiert, kontinuierlich und konsistent arbeiten.

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