 |
|
 |
 |
| Text: Ulrich Fischer |
|
Ulrich Fischer,
Dipl.-Theologe, ist verantwortlich für die katholische
Fernseharbeit.
|
|
| |
|
|
|
„Kann die Katholische Kirche
von moderner Markenführung lernen?“
Bin ich katholisch? Oder evangelisch?
Immer mehr Menschen müssen zur Beantwortung der Frage nach
der eigenen Konfessionszugehörigkeit in ihre Urkundenmappe
schauen und noch mehr Zeitgenossen scheint das Ergebnis völlig
egal zu sein. Fazit: optimal funktioniert die Pflege der Marke „Katholische
Kirche“ offensichtlich nicht. Von moderner Markenführung
kann die Kirche deshalb sehr viel lernen – angefangen bei
den Basics.
Zuerst lässt sich bei der Nutzung des Markenschildes etwas
optimieren. Während McDonalds stolz ein großes, gelbes
M an jeder Filiale präsentiert, muss mindestens jeder zweite
Gemeindepfarrer zugeben, dass weder von weitem und meist noch nicht
mal beim nahen Blick in den „Schaukasten“ erkennbar
ist, welche Religion in seiner Kirche praktiziert wird. Wer in Gemeindezentren,
Kindertagesstätten, Beratungsstellen oder Hilfswerken segensreich
wirkt, wird mangels fehlendem Firmenschild nicht selten geradezu
geheim gehalten. Da kann sich was ändern …
Nicht zuletzt sollten die Strategien der Marketingprofis adaptiert
werden, wenn es um das Wichtigste überhaupt geht - mit der
Marke einen Eindruck von der Kirche zu vermitteln. Für welche
Werte steht sie? Eine Lebenswelt wäre zu beschreiben, zu der
es sich lohnt dazu zu gehören. Wie aber lässt sie sich
mit moderner Bildsprache ausdrücken? Stell Dir vor, Du musst
einen Werbefilm für das Fernsehen produzieren und kurz und
prägnant eine Botschaft „rüberbringen“ …
Ziel einer jeden Marke ist das „Umdenken des Verbrauchers“.
Er soll nicht irgendeine, sondern eine konkrete Vorstellung von
seiner Kirche bekommen, auf die er stolz sein kann. Dazu muss die
Marke immer wieder neu beworben werden. Und auch hier kann die Kirche
lernen. Allein sonntags in der Kirche Gottesdienst zu feiern reicht
nicht. „Geht hinaus!“ sagt Jesus und verkündet
das Evangelium allen Geschöpfen. Eben!
nach oben
|