Startseite Ausgabe 02 | laut/leise – Die verunsicherte Kommunikation der Frohen Botschaft
   
 
Text: Angelika Wölk
 
Angelika Wölk, ist Politik-Redakteurin bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).  
   

 

 

 

„Wie beurteilen Sie Kirchenzeitungen aus journalistischer Sicht?“

Vieles hat mich tatsächlich überrascht. Beim Thema Kirchenzeitung steigt normalerweise der Puls nicht wirklich an. Aber einige Blätter machen wirklich Lust aufs Lesen. Chrismon ist so ein Beispiel. Man merkt, dass da hochmotivierte Redakteure am Werke sind. Chrismon ist eigentlich nicht nur Kirchenzeitung. Das ist ein anspruchvolles Magazin für Leser und Leserinnen, die gute Geschichten lesen wollen, Neues aus Ihrer Kirche suchen und viele Anregungen – und das alles ist äußerst unterhaltsam aufbereitet, mit tollen, großformatigen Fotos, flotten Zeilen und modernem Layout. Hier nutzt Kirche wirklich Ihre Chance, viele Menschen erreichen zu können.

So gut sind nicht alle Kirchenblätter gemacht. Das Bamberger „Heinrichsblatt“ besticht nicht gerade durch ein flottes Layout. Es kommt etwas altbacken daher. Wenn man darin blättert, malt man sich automatisch das Bild von älteren, ziemlich frommen Lesern und Leserinnen. Man kann sich kaum vorstellen, dass junge Leute da reingucken.

Insgesamt versuchen aber fast alle Zeitungen, moderne Layout-Regeln zu beachten und gute Geschichten zu bringen. Da hat sich viel getan in den vergangenen Jahren. Vor allem beim Essener Ruhrwort fällt der Wandel vom betuchlichen Kirchenblatt zur gut gemachten Zeitung auf. Weiter so, kann man nur wünschen.