Startseite Ausgabe 01 | sichtbar/unsichtbar – Das öffentliche Sterben von Papst Johannes Paul II.
   
         
 

„Was ist für Sie aus Ihrer professionellen Perspektive das, was Ihnen von der medialen Berichterstattung über Sterben und Begräbnis von Papst Johannes Paul II. am bemerkens- und erwähnenswertesten erscheint?“

Diese Frage stellten wir acht Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Werbung, Journalismus, Fotografie und Kirche. Hier ihre Antworten.

 
         
 
 
   

STATEMENT
Bruder Anno, Amigonianer

„Das Sterben und das Begräbnis von Papst Johannes Paul II war in erster Linie ein zutiefst religiöses Ereignis. Der höchste Repräsentant der katholischen Kirche hat bewusst den Schritt aus dieser Welt ,über die Schwelle der Hoffnung’ in das ,Haus des Vaters’ getan ...“

 
 
   

STATEMENT
André Boße, Chefredakteur GALORE

„Bis auf wenige Ausnahmen wurde von Seiten der Medien auf eine kritische Auseinandersetzung mit der Person Johannes Paul des Zweiten im Zuge der Berichterstattung über das Begräbnis völlig vergessen ...“

 
 
   

STATEMENT
Prof. Michael N. Ebertz, Religionssoziologe

„Fünf Thesen sollen genügen. Sie kreisen um die Stichworte Massen, Medien, Öffentlichkeit, Charisma, Vater und Weltgesellschaft.
1. Bemerkenswert ist zunächst die Tatsache der massenmedialen Berichterstattung überhaupt ...“

 
 
   

STATEMENT
Prof. Hans-Joachim Höhn, Theologe

„Wie ist die Stimmung? – Keine Reporterfrage hörte ich häufiger als die Erkundigung nach Atmosphäre und Befindlichkeit der Menschen auf dem Petersplatz. Zunächst kam mir ihre häufige Wiederholung wie eine journalistische Verlegenheitsreaktion vor ...“

 
 
   

STATEMENT
Moritz Schuchardt, Creative Director

„Es ist Samstag, der 2. April 2005, kurz nach halb zehn, abends. Die Woche war anstrengend, aber kein Vergleich zum Besuch eines schwedischen Möbelhauses heute früh. Ehrlich gesagt: Ich habe beim besten Willen keine Lust mehr das Haus zu verlassen ...“

 
 
   

STATEMENT
Christoph Schurian, Redaktionsleiter taz nrw

„Nicht nur die Fernsehstudios über den Dächern von Rom erinnerten mich an Olympische Spiele oder Fußballweltmeisterschaften. Genauso der Übertragungsmarathon, die Reporter in den Straßen, die Stimmen der Akteure, Fangesänge für den verstorbenen Papst, ...“

 
 
   

STATEMENT
Martin Steffen, Fotograf

„A Whap Babelulap, der Papst ist tot, tutti frutti... Diese Elvis-Verballhornung aus Kindertagen ging mir durch den Kopf, als ich die Bilder von den Trauerfeiern Johannes Paul II. sah. Eine Szene hat mich besonders beeindruckt: ...“

 
 
   

STATEMENT
Oliver Uschmann, Buchautor und Journalist

„Wer war dieser Mann? Das fragte ich mich beim medialen Trubel um die Beerdigung von Papst Johannes Paul II. ständig. Papst war er, solange ich denken kann, ich bin 1977 geboren, da war ,Paul II.’ fast ein Synonym für ,Papst’ ...“