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„Was ist für Sie aus Ihrer professionellen Perspektive das, was Ihnen von der medialen Berichterstattung über Sterben und Begräbnis von Papst Johannes Paul II. am bemerkens- und erwähnenswertesten erscheint?“
Bis auf wenige Ausnahmen wurde von Seiten
der Medien eine kritische Auseinandersetzung mit der Person Johannes
Paul II. im Zuge der Berichterstattung über das Begräbnis
völlig vergessen.
Nennt man Menschen mit unter "altersmilde",
zeigten sich die Medien äußerst "begräbnismilde"
– die Charakterisierung konzen- trierte sich fast ausschließlich
auf die positiven Aspekte seines Wirkens – Engagement für
Jugend und Länder der dritten Welt, seine Reiselust.
Ergo: Durch das Begräbnis hat sich
das Medienbild des Papstes komplett gewandelt: aus einem Fortschrittskritiker
in vielen Punkten wurde der Papst der Jugend und der Menschen -
eine Entwicklung, die - später bei der Papstwahl im Anschluss
- auch Kardinal Ratzinger erfuhr.
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